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Entwickler: Ubisoft
Pusblisher: Ubisoft
Erscheinungsdatum: 20.11.2009
Genre: Action/Adventure
Sprache(n): dt/it
USK: 16
Website: Assassin’s Creed II
So, endlich komme ich dazu, ein Review zu Assassin’s Creed II zu schreiben. Das hat jetzt etwas gedauert, weil das Spiel mich in den letzten Tagen doch sehr gefesselt hat und ich natürlich möglichst alles sehen wollte. Nun kann ich aber in Ruhe mein Review schreiben, denn ich habe das Spiel (leider) abgeschlossen. Jetzt kann ich es kaum erwarten, bis die beiden AddOns (als DLC) “Schlacht um Forli” (Januar 2010) und “Fegefeuer der Eitelkeiten” (Februar 2010) erscheinen.

Wir schlüpfen als Desmond Miles nach einem kurzen Prolog in die Rolle von Ezio Auditore da Firenze (so der volle Name unserer Spielfigur). Die Geschichte von Ezio spielt im Italien des 15. Jahrhunderts und wir besuchen Florenz, Venedig und die Toskana um hier unsere Mission zu erledigen. Diese drei Orte sind frei begehbar und es macht Spaß, sie zu erkunden. Den Abschluß der Reise stellt Rom dar, oder genauer gesagt der Vatikan. Mehr sehen wir allerdings nicht von Rom. Dafür haben wir eine Villa in Monteriggioni, einem kleinen Dorf in der Toskana. Dieses Dorf ist eine gute Rückzugsmöglichkeit für Ezio zwischen den Missionen, und kann sogar ausgebaut werden.

Im Verlauf der Geschichte erleben wir eine Menge mit Ezio und erfahren, wie und warum er zum Assassinen geworden ist. Die Geschichte ist in sich rundum stimmig und man kann es kaum erwarten, die Handlung weiterverfolgen zu können. Ubisoft hat dem Spiel eine Menge Videosequenzen spendiert, die wirklich sowohl nützlich als auch schön anzusehen sind. Auch die NPCs (Nicht-Spieler-Charaktere) machen einen sehr guten Eindruck. Ezio ist kein Einzelkämpfer, wie man es sonst aus den meisten Spielen kennt. Er ist Teil einer Gesellschaft. Allein die Begegnungen mit Leonardo da Vinci sind überaus interessant. Aber auch die Familie und Freunde lassen den Charakter sehr sympathisch erscheinen.

Wie schon erwähnt ist die Spielwelt recht groß: die drei Hauptorte können frei erkundet werden (inklusive näherer Umgebung). Jede Stadt hat Händler (Schmiede, Schneider, Mediziner, Maler). Auch viele normale Bürger laufen umher und man kann sogar ihre Gespräche belauschen. Den Wachen sollte man nicht zu Nahe kommen, denn sie machen sich auch schon mal einen Spaß daraus, Ezio zu schubsen und sich über ihn lustig zu machen.
Um einen Überblick über die nähere Umgebung zu erhaschen, gibt es Aussichtsspunkte. Es gilt einen geeigneten Weg an der Aussenwand zu finden und die Aussichtspunkte (Türme, Kirchen) zu erklimmen. Eine absolut tolle Ansicht, wenn Ezio dann umherschaut!
Überhaupt ist die Spielwelt recht frei begehbar. Es gibt eigentlich keine Häuser (zumindest innerhalb der Stadt), die man nicht erklimmen kann. Es macht richtig Spaß, Ezio die Häuser hochklettern zu lassen und dann mit ihm über die Dächer von Florenz oder Venedig zu springen. Dabei entdecken wir Glyphen an Häuserwänden, die kodierte Videos von Desmond Miles’ Vorgänger sind. Zu jedem der insgesamt 20 Videos gilt es ein Rätsel zu lösen. Diese sind teilweise recht knifflig. Im Mittelpunkt stehen dabei bekannte Gemälde und ihr Zusammenhang mit der Geschichte. Insgesamt muss (oder sollte) Ezio auch sechs Assassinen-Gräber besuchen, um die Rüstung von Altair (aus Assassin’s Creed I) zu erlangen. Hier geht es darum, geschickt den passenden Weg zu finden. Das erinnert etwas an Prince of Persia, macht aber ebenfalls Spaß.

Die Missionen sind keinesfalls langweilig oder ständig wiederholend. Natürlich besteht die Geschichte aus dem Rachefeldzug von Ezio. Aber darüberhinaus kann man Nebenmissionen annehmen, etwa betrügende Ehemänner verprügeln oder Wettrennen gegen Diebe machen. Kurioserweise gibt es sogar ein “Capture-The-Flag”-Spiel im Laufe der Hauptmission.

Wenn man das Verhalten von Ezio genau studiert, kommt man schon ins Schwärmen: die Bewegung wirken überaus realistisch. Allein die Tatsache, dass normales Schwimmen im Brust-Stil ausgeführt wird, schnelles Schwimmen aber den Kraul-Stil nutzt ist überaus bemerkenswert. Selbes gilt beim Laufen: hier stolpert man auch schon mal, wenn man zu schnell rennt und angerempelt wird. Realistisch und glaubwürdig. Die Steuerung ist allerdings kinderleicht. Mit einer Ausnahme (Wandlauf-Sprung) habe ich absolut keine Probleme gehabt. Das Spiel deckt in meinen Augen alles ab, was ein echter Knaller benötigt.

Wer es nicht wusste: das Blut muss über die Optionen erst aktiviert werden. Ebenfalls interessant scheint die Variante, das Spiel auf italienisch mit deutschen Untertiteln zu spielen.

Assassin’s Creed Lineage

Ubisoft hat dem Spiel mehrere Kurzfilme spendiert, die es mittlerweile zusammenhängend als einen Film gibt. Ansehen lohnt sich!

Fazit

Für mich das Spiel des Jahres 2009! Ich hätte nicht gedacht, das Uncharted 2 – Among Thieves noch getoppt werden kann. Aber Assassin’s Creed II ist doch eine Ecke besser. Beim nächsten Durchspielen werde ich das mal mit der italienischen Sprachausgabe versuchen.

Bewertung ★★★★★